Kreditkarte online beantragen – so einfach geht es

Sogar auf dem Mond kann man mit der Visa-Card zahlen – so die Werbung von Visa. Auch wenn Sie nur selten Ferien auf dem Mond machen, die Kreditkarte ist tatsächlich vor allem im Urlaub äußerst praktisch. In Omsk in Sibirien, in Bangkok oder in Mexiko City – eine Kreditkarte ermöglicht es Ihnen stets Hotelrechnungen, Flüge, Autos unkompliziert zu bezahlen. Selbst dann, wenn kein Bankomat in der Nähe ist. Doch auch im Alltag ist die Kreditkarte unverzichtbar: Der Einkauf im Internet oder im Supermarkt nebenan, wenn Sie mal kein Bargeld dabeihaben.

Bargeldlos zahlen – immer und überall

sicheres bezahlenWar die Mastercard in Gold noch vor zwei Jahrzehnten Statussymbol der Upper Class und mit hohen Spesen verbunden, müssen für die Plastikkarte heute kaum noch oder teilweise gar keine Gebühren mehr bezahlt werden. Einige Kreditkarten bieten zusätzlichen Versicherungsschutz, z.B. eine Reiseversicherung an. Kreditkarten können Sie bei Ihrer Hausbank telefonisch, direkt am Schalter oder online beantragen – meist müssen Sie sich zwischen Visa- und MasterCard entscheiden. Auch Kreditkartengesellschaften geben Kreditkarten aus, so z.B. American Express Gold oder Platin.

» Anleitung: Kreditkarte beantragen

 

Schritt 1: Angebote vergleichen

Bevor Sie eine Kreditkarte bestellen, vergleichen Sie diverse Angebote der Banken miteinander. Ein Test der Stiftung Warentest förderte zutage, dass die Gebührengestaltung der Kreditkarten noch immer äußerst unterschiedlich ist. Achten Sie auf niedrige Grundkosten pro Jahr, auf Gebühren beim Abheben von Bargeld beim Automaten, auf Gebühren für die Auslandsnutzung und auf die Dispozinsen. Denken Sie vor der Beantragung der Kreditkarte darüber nach, wofür und wann Sie die Karte nutzen. Wer häufig im Nicht-EU-Ausland unterwegs ist, sollte z.B. vor allem auf die Auslandsgebühren achten. Wer viel fliegt, kann sich nach einer Card umschauen, die nach dem Bonussystem Flugmeilen vergibt.

In Deutschland gibt es inzwischen weit mehr als 1000 Kreditkarten, alle zu unterschiedlichen Konditionen mit mehr oder weniger Extraleistungen. Ein Kreditkartenvergleich gibt Orientierung im Tarifdschungel, investieren Sie Zeit in den Vergleich – es lohnt sich, schließlich wechseln Sie nicht jedes Jahr den Anbieter.

Schritt 2: Antragsformular downloaden und ausfüllen

zwei senioren Bei den meisten Banken wird eine Kreditkarte per vorgefertigten Antrag, der ausgefüllt werden muss, beantragt. Dieser Antrag wird Ihnen entweder persönlich vom Bankbeamten übergeben oder Sie finden ihn online zum Download.

Direktbanken, die nur im Internet tätig sind und über kein Filialnetz verfügen, geben ebenfalls Kreditkarten aus. Auch hier ist das Ausfüllen des Antrages der erste Schritt.. Der Antrag ist im Bereich „Konto und Karten“ zu finden und kann dort heruntergeladen werden. Direktbanken unterliegen übrigens denselben gesetzlichen Bestimmungen wie „Vollbanken“ mit Filialnetz.

Internetbanken sind also nicht unseriös, im Gegenteil, die meisten sind die Online-Ableger von großen Vollbanken. Da Direktbanken allerdings sehr viel weniger Fixkosten haben, können sie den Kunden in Sachen Zinsen, Konten und Karten meist bessere Angebote machen. Wer also stärker auf den Geldbeutel als auf die persönliche Beratung und den Kontaktvon Angesicht zu Angesicht Wert legt, kann seine Mastercard oder Visa durchaus bei einer Direktbank anfordern.

Schritt 3: Antragsformular ausdrucken und unterschreiben

Wenn Sie den Antrag inzwischen am PC ausgefüllt haben, drucken Sie ihn aus. Ansonsten können sie die geforderten Daten auch „händisch“ auf das Antragsformular eintragen. Unterschreiben Sie den Antrag. Falls Sie die Kreditkarte bei Ihrer Hausbank beantragt haben, können Sie nun mit dem unterschriebenen Formular und ihrem Personalausweis direkt dort Ihre Visa oder Amercian-Express beantragen.

Falls Sie sich für eine Direktbank ohne Filialen entschieden haben: Füllen Sie den Antrag ebenfalls vollständig aus, unterschreiben Sie ihn und schicken Sie ihn dann an die – auf der Banken-Webseite angegebene – Webadresse.

Schritt 4: Filialbank prüft Antrag und gibt Karte aus

Die Bank prüft den Antrag. Bei positivem Ergebnis beantragt Ihre Filialbank nun die Kreditkarte und informiert Sie, wann Sie diese abholen können. Stellen Sie jetzt alle für Sie noch offenen Fragen. Die Betreuerin händigt Ihnen den dazugehörigen PIN aus und Sie können nun mit ihrer neuen Kreditkarte einkaufen oder bei einem Automaten Geld abheben.

Der Prozess dauert hingegen etwas länger, wenn Sie die Kreditkarte nicht bei einer „konventionellen“ Filialbank, sondern bei einer Direktbank ohne Filiale bestellt haben. Dann müssen noch einige Schritte erledigt werden:

Schritt 5: Mit PostIdent-Coupon zur Deutschen Post gehen

Nachdem die Direktbank Ihren Kreditkartenantrag positiv begutachtet hat, erhalten Sie per Post einen PostIdent-Coupon. Das sogenannte PostIdent-Verfahren dient zur Identitätsfeststellung. Banken sind juristisch im Rahmen des Geldwäschegesetztes verpflichtet, die Identität von Kunden festzustellen. Das PostIdent-Verfahren bietet diese persönliche Identifikation durch Mitarbeiter der Deutschen Post AG.
Gehen Sie mit dem PostIdent-Coupon, Ihrem Personalausweis und einer Kopie des Antragformulars innerhalb von sieben Werktagen zur nächsten Postfiliale. Am selben Tag geht der PostIdent-Coupon an den Anbieter, der nun einen Beweis hat, dass Sie Herr/Frau XY sind.

Schritt 6: Direktbank prüft Daten und eröffnet das Kreditkarten Konto

Die Direktbank prüft noch einmal Ihre Daten und eröffnet nun Ihr Konto, dass Sie für den Zahlungsverkehr mit der Kreditkarte benötigen. Bei einigen Anbietern erhalten Sie für den Online-Zugang auch einen Login und Passwort per Post.

Schritt 7: Sie erhalten Ihre Kreditkarte per Post

Etwa drei Tage, nachdem Sie bei der Post waren, erhalten Sie ihre Kreditkarte mittels Brief zugestellt.

Schritt 8: Zwei Wochen später erhalten Sie den PIN per Post

Etwa zwei Wochen später folgt ein Brief mit dem Geheimcode, dem PIN mit dem Sie auch Geld bei Geldautomaten (bei vielen Anbietern sogar weltweit) beheben können. Aus Gründen der Sicherheit wird dieser Pincode später zugestellt. Nun können Sie ihre neue Kreditkarte nutzen.
Prägen Sie sich den PIN gut ein und bewahren Sie das Dokument mit dem PIN zuhause an einem sicheren Ort (Safe etc.) auf. Schreiben Sie sich den PIN nirgends auf. Falls doch, Kreditkarte und Geheimzahl sollten niemals am selben Ort (Geldtasche!) sein. Dann würden Sie Ihre Sorgfaltspflicht verletzen, und die Bank kommt dann für den möglichen Missbrauch nicht auf.

So sparen Sie Kreditkarten-Kosten

Die Gebühren von manchen Kreditkarten sind vor allem bei Reisen außerhalb der Eurozone hoch: Manche Banken verlangen bis zu 5 Prozent des Kreditkartenumsatzes (also von dem, was Sie am Automaten ziehen) plus Automatenentgelte. Das bedeutet, wenn Sie auf einer Reise etwa 2.000 Euro mit Karte bezahlen, könnten Kosten bis zu 150 Euro anfallen. Mit dem günstigsten Anbieter müssten hingegen nur ein Zehntel der Gebühren bezahlt werden. Die Wahl der passenden Card ist also ausschlaggebend, damit Ihre Kreditkarte keine hohen Kosten verursacht.

weiter zu: Kostenlose Kreditkarten ohne Girokonto

Info: Vergleichen Sie 2013 auch Online-Anbieter wie etwa DKB oder Barclay. Diese bieten Ihren Kunden neben einem kostenlosen Konto auch oft Vorteile wie etwa:

  • kostenlose Gold oder Platinum Version
  • Studenten und Business-Cards
  • Bargeld weltweit am Geldautomaten

Speziell für Studenten: Alle Informationen im Überblick

Charge-Karte und „echte“ Credit Cards

drei kreditkarten Grundsätzlich wird zwischen Charge-Karten und echten Credit Cards unterschieden. Die meisten Kunden nutzen Charge-Karten, bei denen ebenfalls einmal im Monat, meist am Ende, die ausgegebene Summe vom Girokonto abgezogen wird.

Allerdings haben diese „unechten“ Kreditkarten keinen Kreditrahmen – die „echten“ Credit Cards nach amerikanischem Vorbild hingegen schon. Mit diesen Credit Cards können Sie auch dann bezahlen, wenn das Guthaben auf Ihrem Girokonto nicht ausreicht.

Die Kreditzinsen sind meist hoch – dafür werden auch die Guthaben gut verzinst. Die Rückzahlung des Kredites erfolgt entweder in Raten oder einmalig. Die Credit Cards eignen sich vor allem für solvente Kunden, die stets ein Auge auf Einnahmen und Ausgaben haben.

Für Jugendliche und den Einkauf im Netz: Die Prepaid Kreditkarte

Neben der Charge- und Credit Card gibt es noch eine weitere Form der Kreditkarte, die derzeit auf dem Vormarsch ist: die Prepaid Karte. Sie funktioniert wie eine aufladbare Telefonkarte. Vom Girokonto wird Geld auf die Prepaidkarte geladen. Damit kann anschließend in Hotels, Restaurants oder im Internet bezahlt werden. Diese Prepaid Karten sind ideal für Jugendliche – aber auch für Reisen und Einkäufe im Netz, da Missbrauch keine so weitläufigen Konsequenzen hat wie bei einer üblichen Mastercard oder Visa. Mit den Karten kann nämlich nur auf das aufgeladene Guthaben zugegriffen werden – und nicht auf eine große Summe, die dann von Ihrem Konto abgebucht wird.

Für die Buchung von Flügen im Internet wird die Prepaidkreditkarte einfach mit dem nötigen Betrag aufgeladen und dann bezahlt. Anschließend ist sie „leer“ und es kann nicht mehr damit bezahlt werden.
Für Jugendliche ist die Prepaidkarte ideal, da die Eltern so Kontrolle darüber haben, wie viel  Geld ausgegeben wird. Auch Personen mit unregelmäßigem Einkommen können diese beantragen, eine Schufa- oder Bonitätsprüfung ist nicht erforderlich. Das Guthaben kann entweder telefonisch, mit Beleg oder online zu jedem Zeitpunkt aufgeladen werden. Viele Banken bieten eine individuelle Bildauswahl für die Vorderseite an.

Anleitung: Kreditkarte sperren

Einmal nicht aufgepasst – und schon ist es passiert! Die Kreditkarte ist weg. Was nun?

  1. Behalten Sie Kreditkarte und Visitenkarte mit der Sperrhotline Ihrer Bank niemals gemeinsam in der Geldtasche auf. Ist das Portemonnaie weg, dann ist auch die Nottfallkarte inklusive Telefonnummer weg.
  2. Sobald Sie merken, dass die Kreditkarte weg ist, veranlassen sie die Sperrung. Dazu sind Sie aus Versicherungsgründen verpflichtet. Die Kontakt Nummer der Sperrhotline lautet: 116 116. Befinden Sie sich gerade im Ausland, setzen Sie die Ländervorwahl vor die 166 166. Auch Hör- und Sprachgeschädigte können diese Nummer per Fax erreichen, auf der Webseite des Sperrnotrufs kann die Vorlage und der Kontakt heruntergeladen werden.
  3. Bei der Sperrung müssen Sie Ihre Kreditkartennummer, und die Kontakt Daten wie Ihren Namen, Geburtsdatum und Ihre Adresse angeben. Anschließend sperrt die Bank Ihre Kreditkarte. Wird diese missbraucht, haftet der Anbieter – der Kunde muss sich mit einem Selbstbehalt von 50 Euro beteiligen. Allerdings hat der Kunde eine Sorgfaltspflicht, lässt er z.B. die PIN-Nummer zusammen mit der Kreditkarte unbeaufsichtigt, kommt die Bank für den Schaden nicht auf.
  4. Sie können innerhalb von 48 Stunden Ersatz anfordern – auch aus dem Ausland. Vorläufig erhalten Sie eine provisorische Kreditkarte ohne kompletten Leistungsumfang.

mehr zum Thema: Sperren – so wird es gemacht

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